Planspiel „Europa“ der Q12
Virtueller Einblick in Gesetzgebung und Entscheidungsprozesse des Europäischen Parlaments
Die europäische Idee wird heutzutage immer öfter skeptisch betrachtet. Oft liegt es daran, dass das politische Geschehen weit weg zu sein scheint und wenig mit dem eigenen Alltag zu tun hat.
Die Q12 hat nun am Donnerstag vor den Faschingsferien nach Vorbereitung durch Herrn Hackl und Frau Graf einen virtuellen Blick ins Europa-Parlament geworfen. Aufgeteilt in zwei Gruppen spielten sie das virtuelle Rollenspiel des Europäischen Parlaments durch.
Dabei werden die Teilnehmerinnen zu Europaabgeordneten aus verschiedenen Staaten. Die Zugehörigkeit zu einem Staat spielt aber kaum eine Rolle, da man einer von vier Fraktionen zugeteilt wird und in deren Sinne die Interessen der Bürger, von denen man gewählt worden ist, vertreten sollte. Am Beispiel einer Abstimmung zu einer Gesetzesänderung zum Thema der besseren Kennzeichnung von Lebensmitteln wird der Weg von den Beratungen in den Ausschüssen und den Fraktionen nachempfunden. Am Ende erfolgt eine Abstimmung. Danach wird man dann auch mit den Reaktionen der Betroffenen konfrontiert und macht die Erfahrung, welche Auswirkungen politische Entscheidungen haben können. Wie kompliziert gerade die europäische Politik ist, zeigt sich am Ende des Planspiels, wenn nach der Abstimmung die Gesetzesänderung auch noch vom Europäischen Rat angenommen werden muss, wozu meist eine weitere Anpassung der Gesetzesvorlage vorgenommen werden muss. Das anschließende Feedback der Teilnehmerinnen war durchwegs positiv.
Text, Bilder: Regina Graf


