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Comenius-Projektwoche in Rumänien [zurück zur Übersicht]

VorschauDas von der Europäischen Kommission geförderte Comenius-Projekt „Spotlights for Tolerance“ (Toleranz im Rampenlicht), das vom Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium koordiniert wird, hatte im Oktober 2011 bereits in Polen eine Projektwoche abgehalten und im März 2012 in der Türkei. Nun ging es nach Rumänien, genauer: nach Sibiu (Hermannstadt).

Fünf DJDG-Schülerinnen der 10. und 11. Jahrgangsstufen (Regina Schneider, Anna-Maria Sperber, Jeanette Flierl, Lisa Frischholz und Jasmin Kotzbauer) reisten in Begleitung von Studienrätin Julia Simbeck und Studiendirektor Peter Ringeisen (Projektkoordination) zu einer Woche mit reichhaltigem Programm, das von Englischlehrerin Corina Pavelescu und ihrem Team am Colegiul National „Gheorghe Lazar” auf die Beine gestellt worden war für die Schüler und Lehrkräfte aus Amberg, Sciacca (Italien), Chojnice (Polen), Salihli (Türkei) und natürlich auch für das gastgebende Team selbst.

Im Zentrum des Projekts stehen zum einen die Erstellung, Einübung und Aufführung von Theaterszenen zum Thema Toleranz und Vorurteil, zum anderen das Kennenlernen der Kultur der Partnerländer - und schließlich als Basis für all dies das gegenseitige Kennenlernen junger Europäerinnen und Europäer, das dem Abbau von Vorurteilen und dem Einüben von Toleranz am allerbesten dient.

Die Theaterarbeit leitete die junge Schauspielerin Lorelei Gazawi, unterstützt von den Lehrerinnen Corina Pavelescu und Daniela Sacelean. Hier wurden, ausgehend von Improvisationsübungen, zwei Szenen entwickelt, in denen ein Unschuldiger eines Diebstahls beschuldigt wird, den er natürlich bestreitet. In ihrer Ratlosigkeit rufen die Umstehenden den historischen Herrscher Vlad Tepes an, der Recht sprechen soll. Als Tepes in der zweiten Szene eintrifft, versucht der wahre Missetäter ihn zunächst zu täuschen, wird aber schließlich bestraft - und der fälschlich Beschuldigte wird um Verzeihung gebeten. Die beiden Szenen sind verknüpft durch eine Filmeinblendung, in der man sieht, wie die Volksmenge den gerechten Herrscher (in rumänischer Sprache) zu Hilfe ruft: Die Darsteller eilen dabei die Treppen zu Schloss Bran hinauf. Um diese Sequenz filmen zu können, unternahm die ganze Mannschaft eine Exkursion zu diesem Schloss Bran, das tatsächlich dem Fürsten gehörte, von dem sich Bram Stoker zu seinem Roman über den Vampir Graf Dracula inspirieren ließ. Das Schloss allerdings machte erfreulicherweise eher einen gemütlichen als einen gruseligen Eindruck, wie man bei der anschließenden Besichtigung feststellen konnte.

Am Anfang der Woche wurden die Projektteilnehmer von Sibius Bürgermeister Klaus Johannis im Rathaus willkommen geheißen. Sein Wunsch, die Gäste aus den anderen europäischen Ländern mögen sich wohlfühlen, ging aufs Beste in Erfüllung. Sowohl die Gastfamilien gewannen die Herzen der Schülerinnen und Schüler, die sie beherbergten und umsorgten, als auch die Stadt und das Land mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und einer offenen, freundlichen Atmosphäre.

Besonders beeindruckende Programmpunkte waren unter anderem die Besichtigung der Stadtmitte von Sibiu sowie der Festungsstadt Sighisoara, aber auch der Besuch des ungewöhnlichen Theaterstücks „A Tram Called Popescu“, das in einer fahrenden Straßenbahn in vier Sprachen gespielt wurde.

Am Ende waren die Schülerinnen und Schüler stolz, dass die Aufführung ihrer eigenen Szenen glückte, und alle waren sich einig: „Wir würden gern noch länger bleiben!“
Das war zwar nicht möglich, aber schon Ende November treffen sich die Projekt-Teams (dann mit anderen Schülerinnen und Schülern) im sizilianischen Sciacca - und ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern gibt es im März, wenn die Projektwoche in Amberg den Abschluss bildet.

(DJD-Pressetext vom 3. Nov. 2012; Bilder: djd)

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