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Realschul-Abschlussfeier 2014 [zurück zur Übersicht]

VorschauDie Schulleiterin der Dr.-Johanna-Decker-Schulen, Oberstudiendirektorin i. K. Renate Gammel, gratulierte den 65 Absolventinnen der DJD-Realschule zur bestandenen Mittleren Reife.

Die Jahrgangsbesten (also zwischen 1,0 und 1,5) bekamen einen besonderen Applaus: Anna Schreglmann, Jana Rogenhofer, Selina Wisgickl und Sophie-Marie Engelbrecht. In ihrer Rede stellte Gammel zwei unterschiedliche Menschen vor, die sich in einem ähnlich sind: „in ihren Vorstellungen vom Glücklichsein.“

Zum einen Bahar, ein etwa 11 Jahre altes Mädchen aus der türkischen Stadt Izmit. Diese Großstadt östlich von Istanbul wurde vor 15 Jahren von einem verheerenden Erdbeben getroffen, bei dem wohl 18.000 Menschen starben. Das Mädchen wurde zwar nach dieser Naturkatastrophe geboren, aber sie hat ihr ganzes bisheriges Leben in einer zerstörten Stadt verbracht und sehr viel materielle Not und menschliches Leid gesehen und selber erfahren. Auf die Frage von Journalisten, was sie sich zum höchsten islamischen Fest am Ende des Ramadan wünsche, sagte sie: „Ich wünsche mir nur, mit meinen Eltern zusammen zu sein, gemeinsam spazieren zu gehen. Sonst nichts. Dann bin ich glücklich.“

Mit dem Mädchen Bahar verglich die Schulleiterin die heuer im Alter von 110 Jahren gestorbene Überlebende des Holocaust, Alice Herz-Sommer. Sie war eine begnadete, in Europa gefeierte Pianistin – bis zu dem Tag im Jahr 1943, als sie mit Mann und Kind in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden. Alice Herz-Sommer und ihr Sohn überlebten Theresienstadt, ihr Mann wurde in Auschwitz ermordet.
Auch im hohen Alter konnte sie Menschen begeistern, weil sie „nach den unvorstellbar schlimmen Erfahrungen nicht bitter und hasserfüllt wurde, vielmehr war sie immer offen und freundlich und ging auf andere Menschen zu.“ Es sei ihr Optimismus gewesen, der ihr in den dunklen Jahren ihres Lebens geholfen habe, sagte die Künstlerin in einem ihrer vielen Interviews. Das habe funktioniert, „weil sie nie aufgehört habe, sich für das Schöne im Leben zu interessieren.“

Das Resümee, das Gammel aus den beiden Lebensläufen zog und das sie gleichzeitig den Realschul-Absolventinnen mit auf den Weg gab, lautet: „Ob wir uns glücklich oder unglücklich fühlen, hängt allein von uns ab, von dem, was wir vom Leben erwarten, und von unserer Bereitschaft, uns nie selber aufzugeben.“

Die Absolventinnen gestalteten ihre Rede originell, indem sie Ähnlichkeiten zwischen ihrer Schullaufbahn und der gerade zu Ende gegangenen Fußball-WM herausstellten. Auch bei ihnen habe es Trainingslager gegeben (die Abschlussfahrten), sie hätten Hinweise zur Spieltaktik erhalten (Tipps zum Lernen und Vorbereiten), und dank der guten Betreuung durch die Klassleiterinnen seien sie dann in den Finalspielen (den Abschlussprüfungen) schließlich erfolgreich gewesen. Denise Teichmann, Anna Schreglmann und Sofia Nübler fanden mit ihrer launigen Darstellung großen Anklang.

Für den Elternbeirat sprach Tanja Riß den Absolventinnen Anerkennung aus für ihr Durchhaltevermögen und dankte den Lehrkräften für die gute Vorbereitung der Schülerinnen auf die Prüfungen.

Folgende Absolventinnen sorgten für eine schwungvolle musikalische Umrahmung der Feier: Kristina Süß (Querflöte), Juliane Krauß, Lisa Riß, Viktoria Steindl, Sarah Weidlich (Gesang), Selina Kunisch (Gitarre), Sofia Nübler (Klavier) und schließlich der Chor des gesamten Abschlussjahrgangs.

(djd-Bericht vom 18.07.2014; Bild: djd)


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