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Wildkräuter entdecken im W-Seminar Biologie [zurück zur Übersicht]

VorschauDas W-Seminar Biologie, das sich mit sekundären Pflanzenstoffen beschäftigt, hat sich an einem herbstlichen Oktobernachmittag gemeinsam mit Naturführerin und Kräuterpädagogin Frau Daniela Reisch auf eine Entdeckungstour in den Amberger Stadtgraben begeben ...

... und zu der, nicht ohne Grund, als "Kräuterwiese" benannte Parkanlage. Dort konnten die Schülerinnen des W-Seminars und Frau StRin Katharina Gadomski einiges über die Heilwirkung ganz bekannter Pflanzen erfahren und einen neuen Blickwinkel auf so manches "Unkraut" gewinnen.

Zum Beispiel wirken Gänseblümchen als Tee zubereitet gegen Schmerzen der Muskulatur. Doch noch viel interessanter ist, dass die kleinen Blümchen, die jedes Kind kennt, auch für eine jungendliche und frische Haut sorgen. Zu diesem Zweck kann man eine Hautcreme mit Gänseblümchenauszug-Öl herstellen.

Aber auch die Weide, als natürliches Kopfschmerzmedikament wurde unter die Lupe genommen. So enthält die Rinde des Baumes Salicin, das in der Leber zur Salicylsäure umgewandelt wird. Die schmerzstillende Salicylsäure war Vorbild für den chemisch synthetisierten Wirkstoff Acetylsalicylsäure, der den meisten als Aspirin® bekannt ist.

Die oft wegen des Brennens auf der Haut, das sie bei leichtem Kontakt mit der Pflanze verursacht, gefürchtete Brennnessel hat vielfältige Wirkungen. Die Samen der Früchte sollen erregend auf den Körper wirken, weshalb der Genuss dieser im Mittelalter den Mönchen verboten war. Auch das Gänsefingerkraut, der Weißdorn und der Bergahorn, sowie die giftigen Hahnenfußgewächse wurden mit ihren jeweiligen Wirkungen thematisiert.

Aber nicht nur das Wissen über die Wirkungsweise bekannter Wildkräuter wurde erweitert, sondern auch die kulinarische Seite der Pflanzen wurde ausgiebig betrachtet. So wurde aus frisch gesammeltem Sauerampfer und den Blättern der Schafgarbe eine schmackhafte Kräuterbutter hergestellt, die dann auf Dinkelbrötchen mit Brennnesselsamen genossen wurden.

Frau Reisch hatte allerdings noch weitere Köstlichkeiten für die Schülerinnen vorbereitet. So konnten Fichtenspitzen- und Löwenzahnsirup neben Mohnblüten- und Waldmeistergelee gekostet werden. Von diesen Köstlichkeiten waren alle begeistert und es wurde über die Zubereitung der verschiedenen kulinarischen und medizinischen Wildkräuterprodukte diskutiert, womit der lehrreiche und gleichzeitig sehr köstliche Ausflug in die "wilde" Natur vor der Schultür endete.

(djd-Bericht/gad; Bild: djd)


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