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Theaterbesuch bei Goethe, Schiller, Bob Dylan [zurück zur Übersicht]

VorschauAm Freitag, dem 13. (Januar), wagten sich die deutschbegeisterten Schülerinnen der Oberstufe in das Turmtheater Regensburg, um sich von Goethes, Schillers und Bob Dylans Meisterwerken begeistern zu lassen.

Die ungewöhnlich distanzierte Reaktion des Sängers und Lyrikers Bob Dylan auf die Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis wird gleich zu Beginn der Performance aufgespießt, als der mit seiner Gitarre bewaffnete Künstler die von den zwei größten deutschen Dichtern angebotene Schriftrolle ablehnt.

Martin Hofer als Goethe und Undine Schneider als Schiller sind gekleidet wie das Goethe-Schiller-Standbild in Weimar, und so klingt die Sprache zunächst auch – ein wenig künstlich, ein wenig fern vom vertrauten Alltagsdeutsch. Aber je mehr sich die Zuschauer auf die Balladen und anderen Gedichte der Meister einlassen, desto mehr wird klar, dass die Veranstalter nicht zuviel versprochen hatten, nämlich „ein Feuerwerk aus Sprache, ein »Best of« deutscher Gedichte, inclusive des Nonsens von Joachim Ringelnatz“.

Die Sprach- und Sprechkunst der Schauspieler und ihre auf das jeweilige Gedicht abgestimmte Gestik und Mimik erwecken die zweihundert Jahre alten Texte zum Leben. Besonders eindrucksvoll gelingt das bei Schillers „Taucher“ („Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp,/Zu tauchen in diesen Schlund?“) und bei Conrad Ferdinand Meyers „Die Füße im Feuer“ („Wild zuckt der Blitz. In fahlem Lichte steht ein Turm/Der Donner rollt. Ein Reiter kämpft mit seinem Ross/Springt ab und pocht ans Tor und lärmt.“).
Zwischendurch singt und spielt Petra Fierlbeck als Bob Dylan immer wieder einen der berühmten Songs des „Folk rock singer-songwriter“-Meisters – und sie transportiert gekonnt die Stimmung der Songs auf die Turmtheaterbühne.

Die einzige Kontaktaufnahme zwischen der Sängerin und den Dichtern wird schließlich die Einladung Goethes und Schillers an den Musiker, „in ihrem Bunde der Dritte“ zu sein. Doch Bob Dylan lässt die „Bürgschaft“ kalt, und er geht ab.

Obwohl also eine eigentliche Spielhandlung fehlt, fesseln die Schauspieler ihr jugendliches Publikum bis zum Schluss durch ihre äußerst engagierte Verkörperung der Gedichte.

Vom Theater begeisterte Zuschauer hatten die Möglichkeit, Freikarten für eine Vorstellung ihrer Wahl zu gewinnen. Drei Schülerinnen der Q12 schickten die acht zu beantwortenden Quizfragen über Goethe und Schiller richtig ein und – tatsächlich, sie gewannen. Eine willkommene Zugabe!

(djd-Bericht: Q12/rip; Bild: djd)


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