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Energiewende: notwendig und machbar [zurück zur Übersicht]

VorschauProf. Dr.-Ing. Stefan Beer ging zunächst auf das Schulprofil der Dr.-Johanna-Decker-Schulen ein, in dem eine der vier Säulen die Erziehungsideale „Wertebewusstsein/Nachhaltigkeit“ repräsentiert. Die Tatsache, dass der Nachhaltigkeit so ein hoher Stellenwert eingeräumt werde, sei eine gute Voraussetzung für seinen Vortrag zum Thema „Energiewende“.

Hierfür hätten sich die Veranstalter kaum einen qualifizierteren Experten wünschen können. Schon in seiner Dissertation hatte Beer sich mit alternativer Energiegewinnung befasst. Später hatte er an der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR) über Energiegewinnung aus Wasserstoff gearbeitet, war für die Firma Bayernwerk AG (heute: E.ON AG) tätig gewesen und lehrt nun seit 1996 als Professor an der Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik der OTH Amberg-Weiden.

In seinem etwa 90-minütigen Vortrag im Gerhardinger-Saal der DJDS legte Beer zunächst in einer Analyse der momentanen Lage dar, wie es um die Energiegewinnung in Deutschland steht, was Kapazitäten und Kosten betrifft. Ein unumgängliches Argument für die Wende hin zu erneuerbaren Energien sei vor allem die Erschöpfung der natürlichen Vorkommen von fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdöl und Erdgas); ab etwa 2050 würde es bei gleichbleibendem Verbrauch nichts mehr davon geben. Deshalb sei es sinnvoll und richtig, sich nicht erst dann, sondern jetzt mit dem Umbau der gesamten Energie-Erzeugung zu beschäftigen, wie es Deutschland seit einigen Jahren bereits tut.

Daraufhin definierte Professor Beer die Ziele für die künftige Energieversorgung und Wege, wie die deutsche Stromlandschaft dahin gelangen sollte. Ein beträchtliches Spektrum an ineinandergreifenden Aspekten wurde hier dargelegt, immer durch übersichtliche Tabellen und Illustrationen belegt und verständlich formuliert. Vor allem den Bau von Stromtrassen vom Norden in den Süden hob Beer als dringend erforderlich hervor; aber er stellte auch dar, dass ein weiterer Ausbau der Windkraft sinnvoll sei – hierfür sei großes Potenzial in Bayern vorhanden.

Auch die Politik habe eine wichtige Rolle zu spielen, verdeutlichte der Hochschullehrer. So seien einerseits klare Vorgaben in einem Energiekonzept erforderlich sowie ein Fahrplan für die Übergangsphase. Und andererseits müsse den Bürgern transparent und sachlich erklärt werden, wie die Entwicklung verlaufen werde, auch wenn die ganze Materie durchaus komplex sei.
In seinem Fazit stellte Professor Beer fest: Die Energiewende sei technologisch und wirtschaftlich machbar, und sie sei auch notwendig. Sie beschleunige die Entwicklung neuer Technologien zur Marktreife, so dass deutsche Firmen einen Vorsprung auf dem Weltmarkt nutzen könnten, wenn sie entschlossen handeln. Abschließend betonte er die Aufgabe der Schulen, nämlich durch Bildung gegen Technologiefeindlichkeit anzugehen.

Oberstudiendirektor Günter Jehl dankte Professor Beer für seinen anschaulichen Vortrag und moderierte dann noch eine Fragerunde, in der die Zuhörer zum Zuge kamen.

(djd-Bericht vom 16.05.2017/rip; Bilder: djd)

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