Abendvortrag im Gerhardinger-Saal am Mittwoch, 21. Februar 2018 um 19.00 Uhr von Dr. Judith Reindl zum Thema „Moderne Physik und ihr Beitrag zur Krebstherapie"; eingeladen sind alle Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen sowie die interessierte Öffentlichkeit

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Besuch beim EU-Life-Projekt "Große Hufeisennase" [zurück zur Übersicht]

VorschauDeutschlands am stärksten bedrohte Fledermaus besuchten die Klassen G5b und G6b mit ihrer Biologielehrerin Doris Riedel im Fledermaushaus in Hohenburg.

Weltweit gibt es mehr als 900 verschiedene Arten von Fledermäusen, die fast ein Viertel aller Säugetierarten der Welt repräsentieren. Die Familie der Hufeisennasen zeichnet sich durch ihre Nase mit einem hufeisenartigen Hautsaum aus. Der Bestand von Fledermäusen ist durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft extrem stark zurückgegangen.

Die Große Hufeisennase steht unter strengem Naturschutz, seit sie 1992 im Lauterachtal in Hohenburg entdeckt wurde. Es handelte sich dabei um die letzte deutsche Kolonie dieser Art. Daraufhin wurde ein Informationszentrum errichtet, um das Bewusstsein der Bevölkerung für diese hochbedrohten Fledermäuse zu stärken.

Eine abendliche Exkursion führte die Klassen G 5b und G 6b mit ihrer Biologielehrerin Oberstudienrätin Doris Riedel ins Fledermaushaus nach Hohenburg. Auch Eltern, Großeltern, Freunde und sonstige Interessierte waren mit dabei.

Dort in Hohenburg befindet sich die letzte Wochenstube der Großen Hufeisennase in ganz Deutschland, d.h. in einem restaurierten Stadel mit mehreren Stockwerken ziehen Fledermausweibchen ungestört ihre Jungen groß.

„Wenn die Kolonie nicht möglichst schnell wächst und sich neue Kolonien bilden, kann ein Blitzschlag oder eine Infektion sie vernichten. Darum schaffen wir weiteren Lebensraum und neue Quartiere“, meint Rudi Leitl, der das EU-Life-Projekt leitet. Einzigartig ist, dass diese Schutzmaßnahme auf einem militärischen Übungsplatz, in „Hohenfels“, stattfindet. Dort haben die Fledermäuse genügend Nahrung und sind nicht gefährdet.

Leitl führte die Besuchergruppe durch das Fledermaushaus und berichtete sehr anschaulich über seine vielfältigen und interessanten Tätigkeiten. Er erklärte den Körperbau und die besonderen Sinnesleistungen dieser Säugetiere sowie den Einfluss der Umweltbedingungen auf deren Bestand. Danach konnten die DJD-Schülerinnen die Fledermäuse aktiv erleben; verschiedene Webkameras gaben Einblick in ihre Behausung mit ihren neugeborenen Jungen und ließen allerlei typische Verhaltensweisen erkennen.

Anschließend gelang es, die seltenen Tiere bei ihrem nächtlichen Abflug in ihre Jagdgebiete zu beobachten. Sogar ihre Ultraschalllaute konnten durch Fledermausdetektoren hörbar gemacht werden. Tief beeindruckt und gut informiert kehrten die Mädchen von diesem erlebnisreichen Abend wieder zurück nach Amberg.

(djd-Bericht vom 16.07.2017/rid; Bilder: djd)

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