Abendvortrag im Gerhardinger-Saal am Mittwoch, 21. Februar 2018 um 19.00 Uhr von Dr. Judith Reindl zum Thema „Moderne Physik und ihr Beitrag zur Krebstherapie"; eingeladen sind alle Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen sowie die interessierte Öffentlichkeit

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Erster Preis im Landeswettbewerb [zurück zur Übersicht]

Vorschau„Flucht in die Freiheit“ lautete in diesem Jahr das Thema im Schülerwettbewerb des Volksbundes der Kriegsgräberfürsorge in Bayern. Auf Spurensuche begaben sich die 24 Schülerinnen der 10a des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums und dokumentierten bei ihrer Recherche Biographien und Fluchtwege, die nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gegenwart nach Amberg führten.

Für das Ergebnis dieser Arbeit, die kleine Ausstellung „Ausweg – Flüchtlinge in Amberg“, wurde ihnen nun der erste Preis verliehen.

Bei der Preisverleihung am Decker-Gymnasium betonte Kaspar Becher, Geschäftsführer für den Bezirk Oberpfalz im Volksbund, es freue ihn besonders, dass zum zweiten Mal in Folge der erste Preis nach Amberg an das DJDG ging. Dies zeige die hohe Motivation und Kreativität der Schülerinnen; die Arbeit, die im Geschichts- und Sozialkundeunterricht projektiert war, konnte auch in diesem Jahr die Jury überzeugen.

Betreut von Studiendirektor i. K. Rolf Künstler, sammelte die Klasse im Unterricht und in der Freizeit arbeitsteilig Informationen zur Flucht- und Vertreibungswelle am Ende des Zweiten Weltkriegs und danach, die viele Deutsche aus den Ostgebieten nach Bayern führte. Deshalb wurden von der Klasse Vertriebene aus dem Sudetenland und aus Schlesien als Zeitzeugen besucht oder in die Schule eingeladen. Den dann erstellten Biographien, die auch die Ursachen der Vertreibung miteinbezogen, wurden die Erfahrungen von Asylbewerbern der letzten Jahre gegenübergestellt. Hierzu besuchte eine Arbeitsgruppe durch Vermittlung der Amberger Flüchtlings- und Ausländerberatung der Caritas das Asylbewerberheim, um hier unmittelbar von Asylbewerbern aus Afghanistan, Irak und Iran ihr Schicksal und ihre Perspektiven für die Zukunft zu erfahren. Wichtig war den Mädchen jeweils, neben den Hintergründen der jeweiligen Flucht die Probleme bei der Ankunft in Amberg und die Integrationsbemühungen sowohl nach dem Krieg als auch in der Gegenwart einzubeziehen.

Becher zitierte bei der Verleihung aus der Laudatio des Päda­gogischen Landesbeirates des Volksbundes: „Die Schülerinnen haben sich mit dem Thema sehr aufwändig, äußerst anspruchsvoll, sehr intensiv und außergewöhnlich ästhetisch und ansprechend dem Thema genähert“. Sowohl die einzelnen Plakate als auch die Landkarte, die die einzelnen Fluchtwege aufzeige, seien sehr aussagekräftig. Das ergänzende Flucht-Wissen-Spiel „Alle Wege führen nach Amberg“ biete „die Möglichkeit der Verifizierung in lustbetonter Form.“ Abschließend überreichte Becher die Siegerurkunde und als Preis einen Scheck in Höhe von 3.000,- € für eine mehrtägige Klassenfahrt.

(djd-Pressebericht vom 28.06.2012)


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