Die Schulgeschichte

November 1839

Die Gründerin der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, Maria Theresia v. Jesu Gerhardinger, kommt mit 5 Schwestern nach Amberg und eröffnet eine höhere Töchterschule mit Pensionat (es war die erste höhere Schule für Mädchen in der Oberpfalz) sowie eine Industrieschule für schulentlassene Mädchen und eine so genannte Kleinkinderbewahranstalt.

Am 25.11.1839 fand die feierliche Installation der Schwestern durch Vertreter des Magistrats und der Kirche im „Klösterl“ (heute Museum am Eichenforstplatz) statt.

1839 – 1937

1849 Umzug in das von der Kongregation gekaufte Haus am Schrannenplatz (heutiger E-Bau)

1906 Kauf des ehem. Salesianerinnenklosters

1911 Umwandlung der höhren Töchterschule in eine sechsklassige höhere Mädchenschule

1926/27 Teilung der Schule in Lyzeum (Vorläufer des Gymnasiums) und höhere Mädchenschule neuer Ordnung (Vorstufe der Realschule)

Zeiten der Unruhe 1937 – 1945

1937 Oberbürgermeister Filbig (NSDAP) forciert bei den übergeordneten Behörden die Auflösung der Schule.

1938/39 Errichtung der Städt. Mädchenoberschule und der Städt. Mädchenmittelschule und parallel dazu Abbau der Ordensschule; damit verbunden ist die schrittweise Enteignung des Ordens. Als Gesamtleiter der Schule wird von der Stadtverwaltung August Maltry eingesetzt. Die klösterliche Schulleiterin, Sr. M. Bernarda Wüst, hat keine schulischen Befugnisse mehr und verlässt Amberg. Ab September 1938 leitet Sr. M. Reingardis Hauser die dem Orden noch verbliebenen Klassen, ist dabei aber Maltry unterstellt.

07.1941 Alle A. Schulschwestern v. U. L. Fr. müssen aus dem Schuldienst ausscheiden. Die Ordensschule existiert nicht mehr. Teile der Schule werden als Lazarett genutzt.

Der Schulbetrieb ruht 1945 – 1946

02.1945 – 02/1946 Der Schulbetrieb ruht.

12.09.1945 Das Generalat des Ordens erhält von der amerikanischen Militärregierung die Erlaubnis zur Wiedereröffnung der Schule.

09.01.1946 Beginn der Neueinschreibung

02.1946 Nach fast 5-jähriger Unterbrechung gibt es in Amberg wieder die Schule der A. Schulschwestern. Schulleiterin ist Sr. M. Reingardis Hauser.

Unter neuer Leitung 1970 – 1985

07.1970 Amtseinführung von Sr. Maria Canisia Engl als Leiterin des Gymnasiums und der Realschule

Ab 1970 Zahlreiche bauliche Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen

1976 Auflösung des Internats zur Gewinnung von Unterrichtsräumen

1978 Gymnasium und Realschule werden nach der ehem. Schülerin Johanna Decker benannt, die als Ärztin im damaligen Rhodesien (heute: Simbabwe) lebte und 1977 im dortigen Bürgerkrieg ermordet wurde.

1984/85 Feierliche Einweihung des Neubaus („F-Bau“) mit Doppelsporthalle, Abteilung für Kunstunterricht und Unterrichtsräumen der Kollegstufe in der Franziskanergasse sowie des Sportplatzes in der Erzherzog-Karl-Straße

150 Jahre DJDS

19.-22.07.1989 Die Schule feiert ihr 150-jähriges Jubiläum.

1995 Einrichtung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweiges am Gymnasium (MNG)

1999 Beginn der Umstellung auf die sechsstufige Realschule (R6)

24.07.2000 Verabschiedung in den Ruhestand von OStDin i.K. Maria Canisia Engl nach 30-jähriger Amtszeit als Schulleiterin. Amtseinführung von Renate Gammel als neue Leiterin des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums und der Dr.-Johanna-Decker-Realschule.

2000 Beginn umfangreicher Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen

2000 – 2005

2004 Verkürzung der gymnasialen Schulzeit in Bayern auf acht Jahre (G8) Entsprechend der neuen Terminologie führt das DJDG nun diese Ausbildungsrichtungen:

  • Sprachliches Gymnasium (SG)
  • Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (NTG)
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium mit S-Profil (WSG-S)

2004/05 Umbau des Klostertrakts über dem Gerhardinger-Saal und Eingliederung in den Schulbereich (Räume A 291, A 292, A 293 und A 294) sowie Bau der Schulmensa und Beginn der Mittagsverpflegung für G8-Schülerinnen

01.01.2005 Trägerwechsel: Die Schulschwestern übergeben ihre Schule mit allen Gebäuden und Einrichtungen an die Schulstiftung der Diözese Regensburg.

21.04.2005 Pontifikalgottesdienst mit H. H. Diözesanbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller und anschließendem Festakt anlässlich des Trägerwechsels

2006 – Heute

2007 Modernisierung der gesamten naturwissenschaftlichen Abteilung (Schwerpunkt B / C)

31.07.2009 Die Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau verlassen nach 175 Jahren die Schule. Die Präsenz im Berghäusl am Philosophenweg bleibt bestehen.

2014 175-jähriges Schuljubiläum

06/07.2016 Verabschiedung in den Ruhestand von OStDin i.K. Renate Gammel nach 16-jähriger Amtszeit als Schulleiterin. OStD Günter Jehl neuer Schulleiter des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums und der Dr.-Johanna-Decker-Realschule

Mehr zur Historie: 

Dr. Johanna Decker

Maria Theresia Gerhardinger

Gerhardinger-Brunnen