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Auszeichnung zur "Umweltschule in Europa" [zurück zur Übersicht]

VorschauDie Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf überreichte den erfolgreichen oberpfälzischen Schulen die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule für das Schuljahr 2015/16“ in der Hans-Scholl-Realschule Weiden. Für Umweltministerin Ulrike Scharf sind die durchgeführten Projekte in mehrfacher Hinsicht wichtig, da sie das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern sowie einen Beitrag zu mehr Umweltschutz im Schulalltag leisten.

Zudem tragen Umweltschulen durch ihr Engagement dazu bei, einen nachhaltigen, generationengerechten Lebensstil zu entwickeln.

„Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“
Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels. 320 bayerische Schulen haben in diesem Jahr die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ erhalten.

Die Dr.-Johanna-Decker-Schulen hatten sich im vergangenen Schuljahr auf die Themen „Verantwortung in vernetzten Systemen“ und „Voneinander/miteinander lernen“ konzentriert.

Die Unterstützung und Zusammenarbeit mit Sozial- und Bildungsprojekten weltweit gehört seit nunmehr 18 Jahren zum festen Rahmen des gesamten Schuljahres. Zum festen Stamm der Kooperationspartner in diesem vernetzten System zählen z. B. Ignacio Ellacuria, Kinderhilfe Afghanistan, Siyabonga oder Sozialdienst katholischer Frauen; dazu kommen jedes Jahr neue Partner wie heuer die Caritas Flüchtlingshilfe in Amberg. Die Gelder (pro Jahr zwischen 10.000 und 20.000 Euro) werden erwirtschaftet durch gezielte Aktionen wie Adventsspende oder Pausenverkauf in der Fastenzeit und entsprechend den demokratischen Entscheidungen aller Klassen vergeben. Dazu bestehen zahlreiche persönliche Kontakte von Lehrkräften, dem Shalom-Arbeitskreis oder Klassen zu den Einrichtungen. Im Laufe der Jahre konnten bislang 47 Frauen in El Salvador einen höheren Bildungsabschluss und damit einen Beruf erwerben.
Die Flüchtlingssituation in der Region vertiefte eine 10. Kl. in Zusammenarbeit mit einem unbegleiteten minderjährigen Senegalesen und dessen Pflegefamilie. In der Auseinandersetzung mit seiner Situation war es Ziel, die regionale Herausforderung der Flüchtlingsthematik zu erkennen, Lösungsansätze zu entwickeln und erste praktische Schritte anzugehen.
Das Thema "Beseitigung der Gewalt gegen Frauen" bearbeitete eine 8. Klasse. In Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst kath. Frauen, der in Amberg einen Notruf sowie eine Unterkunft für Betroffene betreibt, ging es nicht nur um die inhaltliche Auseinandersetzung, sondern auch um Zivilcourage oder Solidarität.
Die Erfahrung, das Wissen und die Verbindungen ehemaliger Schülerinnen zu nutzen, ist eine zusätzliche Zielsetzung des schuleigenen Berufs- und Studientages. Unter dem Titel "von Frauen für Frauen" konnte die 11. Klasse über das Netzwerk ehemaliger Schülerinnen ihre Schwerpunkte selbstständig planen.
Eine 5. Klasse Realschule gestaltete ein Projekt zur Verantwortung in sozialen Netzwerken. Eine 7. Klasse erlebte in "meine/deine Welt" die Lage von Flüchtlingsmädchen.

Der Themenbereich „Voneinander/miteinander lernen“ brachte die Decker-Schülerinnen mit ungewöhnlichen Lernpartnern zusammen. Mit Beginn des Schuljahres startete die Klasse G8a das Projekt, die Stadt Amberg um einen weiteren Hotelstandort zu bereichern: das Wildbienenhotel im Schulgarten/Pausenhof. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur der Stadt, dem regionalen Imkerverband und weiteren Klassen konnte im Frühjahr dieses Hotel eröffnet werden. Selbstverständlich gehörten zur Projektdurchführung Informationssuche, Austausch mit erfahrenen Hotelbetreibern, Standortsuche, Materialbeschaffung, Zeitplanung, Kenntnis der Bedürfnisse der Insekten etc. dazu. Die Bauphase wurde in Eigenregie organisiert.
Die Parallelklasse nahm die deutsch/bayerisch-amerikanische Freundschaft in den Fokus. Der Projektgedanke war, ein englisch-sprachiges Kochbuch mit bayerischen Lieblingsrezepten zu erstellen, es zu verkaufen, einen Film mit Kochanleitung und Interview zu drehen und aus dem Erlös einer wohltätigen amerikanischen Einrichtung zu spenden. Nachdem im vergangenen Schuljahr das bebilderte Kochbuch sowohl direkt als auch online sehr gut verkauft wurde (330 Stück), legten die Schülerinnen in diesem Schuljahr mit einer Filmanleitung zur Schwarzwälder Kirschtorte nach.
Einen anderen Zugang zum Projektthema wählte eine 6. Klasse. Inspiriert von der Ausstellung „Plastiktüte?!“, die die Stadtverwaltung der Schule stellte, erarbeiteten sie sich eigenständig die Thematik „Plastikmüll“. Mit einem fakten- und detailreichen Vortrag provozierten und konfrontierten die Schülerinnen gekonnt zur Problematik. Aus der Vielzahl von Ideen wurde u.a. das Plastikfasten realisiert und eine selbst hergestellte Geldbörse aus Tetrapaks vorgestellt.
Eine 10. Klasse arbeitete mit einer französischen Schule an gemeinsamen Interessen. Per Briefkontakt und in sozialen Netzwerken brachten sie einander jeweils die eigene Heimat, Typisches, Vorlieben und Interessen näher.
In das Handlungsfeld fügen sich zahlreiche kleinere Projekte ein: die Begegnung mit Merkur (Transit) oder die Reise durch große aquatische Ökosysteme.

Zur Entgegennahme der Auszeichnung reisten nach Weiden: Schulleiter Oberstudiendirektor Günter Jehl, Projekt-Koordinatorin StRin (RS) i.K. Gaby Tröster und als Leiter des Shalom-Arbeitskreises, der einen großen Anteil an der internationalen Vernetzung trägt, Studiendirektor i. K. Stefan Hirblinger.

(djd-Bericht: trö, rip; Bild: LBV, mit frdl. Genehmigung)


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